Inhaftierte Frauen in Lima

Im Frühjahr 2016 leben 91.807 Strafgefangene in den 67 Vollzugsanstalten Perus. Die Verschärfung des peruanischen Strafrechts führt zu einem Anstieg der verhängten Gefängnisstrafen. Die meisten Gefangenen werden auf Grund von Verdachtsmomenten inhaftiert, ohne rechtmäßige Verurteilung. Die Strafvollzugsanstalten sind gnadenlos überfüllt und aktuell etwa dreifach belegt. Maßnahmen der Wiedereingliederung der Inhaftierten in die Gesellschaft sind wenig bekannt.

Der allgemeine Ausbildungsstand des Gefängnispersonals ist schlecht. Wärter und Psychologen sind meist überfordert und begegnen den Inhaftierten mit Vorurteilen. Auf diesem Hintergrund sind die Lebensbedingungen in den Gefängnissen äußerst schlecht und die Chancen auf eine Resozialisierung der Gefangenen gering.

Besonders leidvoll ist die Situation der inhaftierten Frauen. Oftmals müssen auch Kleinkinder mit ihren inhaftierten Müttern im Strafvollzug leben. Caritas international will durch ein Modellprojekt in Lima die Bedingungen der inhaftierten Frauen und der begleitenden Kleinkinder in der Strafvollzugsanstalt „Chorrillos“ verbessern.

Zum einen geht es hierbei darum die Situation der Frauen und Kinder durch Fortbildung des Gefängnispersonals und psychologische Betreuung der Inhaftierten zu verbessern. Zum anderen erhalten die Strafgefangenen durch Berufsbildungsmaßnahmen berufliche Perspektiven und werden auf den Wiedereinstieg in das Arbeitsleben vorbereitet.

Hinweis: Im Gefängnis dürfen nur sehr eingeschränkt Bilder gemacht werden und nur mit der Kamera der Gefängnisverwaltung. Bildquelle: CEAS, Peru


Deutscher Caritasverband e.V.

 


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